vers 1

ich fühl mich wie

porzellanservice in der spülmaschine-

entsetzlich zerbrechlich.

ich nehme viel

so gut auf wie eine weiße couch

und kriegs nicht raus.

ich sehne mich

nach einem filter, der schlimmes gut verdünnt.

ich klebe mir

tesa auf die brillengläser

und seh das leben wie monet.

 

bridge

ich weichzeichne all das

was mich begleitet.

radier die harten kontraste ganz weich.

 

hook

ich schau mir den tag an,

wie durch milchglas.

ich erkenn das,

was ich sehen mag.

durch milchglas-

glasklar,

wie durch milchglas.

 

vers 2

ich bin so weich,

wie drei- minuten- ei, kartoffelbrei-

-man kann mich einfach beißen.

ich merke mir

viel zu viel!

das macht mir immer nachts zu schaffen.

deshalb nehm ich mir

nicht viel von dem,

was mir der wochentag serviert.

ich lege die

realität weg in den keller,

denn sie ist so schrecklich schwer.

 

bridge

ich weichzeichne all das

was mich begleitet.

radier die harten kontraste ganz weich.

 

hook

ich schau mir den tag an,

wie durch milchglas.

ich erkenn das,

was ich sehen mag.

durch milchglas-

glasklar,

wie durch milchglas